Supervision bedeutet „von oben betrachten“.
In der Supervision wird dein berufliches Handeln mit meiner Unterstützung (Supervisorin) mit „Blick von außen“ betrachtet. Supervision ist keine Schulung und auch keine Therapie. Auch gibt Supervision keine Handlungsanweisungen vor. Vielmehr hat sie die Bedeutung, ein Problem aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und berufliche Handlungsspielräume zu erweitern.
Sie ist ein strukturierter und wertvoller Prozess, der sowohl die fachliche Qualität als auch die persönliche Entwicklung stärkt. Sie hilft Therapeutinnen und Therapeuten ihre Arbeit zu reflektieren schwierige Situationen besser zu verstehen und die eigene professionelle Haltung zu festigen. So läuft sie in der Regel ab:
1. Anliegen klären
Zu Beginn beschreibst du (Supervisandin) ein Thema, das du einbringen möchtest. Das kann ein herausfordernder Fall aus deiner Praxis, eine belastende Situation in deinem therapeutischen Alltag oder der Wunsch nach persönlicher Weiterentwicklung sein.
2. Fall oder Situation darstellen
Du schilderst deinen Fall oder deine Situation ausführlich. Dabei geht es um Beobachtungen, therapeutische Entscheidungen, persönliche Reaktionen und offene Fragen, die Raum brauchen. Die Supervisorin achtet besonders auf Muster, Emotionen und mögliche blinde Flecken.
3. Gemeinsame Reflexion
Im nächsten Schritt betrachten wir dein Anliegen gemeinsam. Ich biete dir als Supervisorin neue Perspektiven, gebe dir fachlichen Input und stelle dir Fragen, die zu mehr Klarheit bei dir führen können. Dieser Teil eröffnet dir oft überraschende Einsichten und kann dein Vertrauen in deine ie eigenen Fähigkeiten stärken.
4. Erarbeiten von Lösungswegen
Aus der Reflexion entstehen konkrete Ideen, wie du dein zukünftiges Handeln in der Therapie oder auf der persönlichen Ebene weiterführen kannst. Dazu gehören neue Interventionen, ein anderer Blick auf die therapeutische Beziehungsgestaltung zwischen dir und deinen Klienten oder ein bewussterer Umgang mit deinen eigenen Grenzen.
5. Zusammenfassen und Übertragen in die Praxis
Zum Abschluss hält du fest, was du aus der Sitzung als Supervisandin mitnimmst. Dadurch kann deine neue Sicherheit spürbarer werden und die gewonnenen Erkenntnisse lassen sich gut in deine eigene psychotherapeutische Arbeit einbauen.
Supervision unterstützt die Qualität der Behandlung und schenkt auch Orientierung, Erleichterung und neue Energie für deinen beruflichen Alltag.